Statements

PROJEKT: EINE WOCHE MITLEBEN

 

Ich habe es nicht bereut

In einer Woche im Februar 2019 war ich Mitlebende im Diakonissenmutterhaus Hebron in Marburg-Wehrda. Aufgrund einer beruflichen Ausnahmesituation hatte ich eine größere Anzahl von Überstunden angehäuft, die es abzubauen galt. Ich wollte diese Zeit jedoch nicht „einfach so“ auf der Couch, im Haushalt oder bei einer einsamen Urlaubsreise ohne meinen Mann verbringen, sondern ich wünschte mir ein christliches Haus mit einem Angebot an Glaubensimpulsen und -begleitung und einem weitgehend strukturierten Tagesablauf. Dabei begegnete mir das Angebot „Für eine Woche mitleben – gemeinsam Glauben, Leben und Dienen teilen“. Schon den Gedanken, das tägliche (Glaubens-)Leben einer Diakonisse kennen zu lernen, fand ich spannend, und die Stadt Marburg reizte mich auch – was lag also näher, dies auszuprobieren?
Ich habe es nicht bereut: mir begegneten hier interessante Glaubenspersönlichkeiten, die sich keinesfalls nur um sich selber und ihre klein erscheinende besondere Welt drehen und dabei in einer vermeintlich eingestaubten Tradition und der womöglich dazu passenden Bekleidung verhaftet sind, sondern ich traf auf Frauen, die
• die Nachfolge Jesu in einer mutigen Entschiedenheit und besonderen Verbindlichkeit angetreten haben und trotz mancher Herausforderungen und Anfechtungen niemals enttäuscht wurden;
• ihren vielfältigen beruflichen Alltag stets mit dem Blick auf unseren HERRN und mit Jesus an ihrer Seite meistern bzw. gemeistert haben und dabei ein deutliches und fröhliches Glaubenszeugnis abgeben;
• dem HERRN in allen Lebenslagen vertrauen, in und mit dem Wort Gottes unterwegs sind und sich darin auch gegenseitig lehren und stärken;
• über den Tellerrand bzw. den Hebronberg hinaus schauen und sich mehr für die Gesellschaft und das politische Leben in der Welt interessieren als mancher, der mitten in der Welt lebt;
• ihre Stadt, unser Land und unsere Welt betend begleiten, weil sie genau wissen, wem sie selbst gehören und wer alles und Alle in der Hand hält.

Neben der Mitarbeit in der Wäscherei (sehr spannend!) und der Cafeteria war viel Zeit für Andacht, Fürbitte, Bibellese, Singen und Begegnungen mit den Schwestern, aber auch für Spaziergänge im großen Park, bei denen mir unser HERR quasi durch das Leben der Schwestern auch in einige Dinge meines persönlichen Lebens hinein gesprochen und mir neue Wegweisung gegeben hat. Und auch in der Stadt Marburg gab und gibt es viel zu entdecken …
Ich blicke dankbar und erfüllt auf eine bewegte und bewegende Woche zurück; sich einmal eine solche Zeit auf dem Hebronberg zu nehmen (die beileibe keine „Auszeit“ ist!), kann ich jeder Frau nur empfehlen!

Ute Schöne, 49 Jahre alt, Sicherheitsingenieurin aus München, Mitlebende im Februar 2019
 

 

Auszeit und Austausch

Mein Interesse an geistlichen Lebensgemeinschaften und Arten, seinen Glauben auszuleben, besteht schon sehr lange. Ich finde es einfach faszinierend, wie Menschen im Laufe der Geschichte  in unterschiedlichen Teilen der Welt  und über Generationen hinweg  ihr Leben Gott gewidmet haben. Bei meiner Suche nach einem Angebot, um Erfahrungen zu machen und mitzuleben, bin ich auf das Diakonissen-Mutterhaus Hebron in Marburg gekommen. Ich habe mich sehr gefreut, als ich erfahren habe, dass ich in meinen Herbstferien dort  eine Woche dabei sein kann. Ohne besondere Erwartungen kam ich im Mutterhaus an, dort erlebte ich eine Woche voller neuer Erfahrungen. Besonders haben mir die Begegnungen mit den Schwestern und die Möglichkeit zum Nachdenken gefallen. Die Schwestern, mit denen ich mich unterhalten habe, hatten echt viel Spannendes aus ihrem Leben mit Gott zu erzählen! Erstaunt habe ich ihren weisen Worten gelauscht und mir viel für mich persönlich mitgenommen. Aber auch praktisch habe ich in der Küche einiges gelernt.

Insgesamt war es eine sehr bereichernde Zeit, für die ich sehr dankbar bin. Gottes Segen!

Nele Rink, 17 Jahre, Mitlebende im Oktober 2017